Lebende Legenden

Chris Lohner - Hunger nach Freiheit (1/4)

Episode Summary

Episode Notes

VON DER BOMBARDIERUNG WIENS ZUR STIMME ÖSTERREICHS.

In der ersten Folge spricht Chris Lohner – Moderatorin, Schauspielerin und Autorin – über ihre Kindheit im Wien der Nachkriegszeit. Geboren 1943 mitten im Krieg, erinnert sie sich an das Geräusch der Sirenen und die Nächte im Luftschutzkeller. Sie erzählt von der Rückkehr ihres Vaters aus der Gefangenschaft, der als Sanitäter überlebte, während viele andere Männer nicht mehr nach Hause kamen.

Heute ist sie die wohl bekannteste Stimme Österreichs: Seit Jahrzehnten begleitet sie Reisende durch ihren Alltag, indem sie die Durchsagen auf den Bahnhöfen und in den Zügen der ÖBB spricht. In dieser ersten von vier Folgen Episode lässt sie jedoch weit hinter die bekannte Fassade blicken. Ein zentrales Thema ist das Schicksal ihres Großvaters. Aufgrund von Depressionen und einem Suizidversuch wurde er von den Nationalsozialisten im Rahmen der Euthanasie-Verbrechen ermordet. Chris Lohner reflektiert über das Schweigen der damaligen Zeit und ihre eigene Entscheidung, als öffentliche Person Verantwortung zu übernehmen und den Mund aufzumachen.

Der Weg führt von der Bassena-Wohnung im fünften Bezirk, in der das soziale Leben am Gang stattfand, bis zum Staatsvertrag 1955. Sie beschreibt den Hunger, das „Hamstern“ am Land und die Erziehung durch ihre Eltern, die trotz harter Zeiten von Bildung und Empathie geprägt war. Sie beschreibt, wie aus der neugierigen „Rotzpippe“ eine Ikone der österreichischen Kulturlandschaft wurde.

Hören, was bleibt.

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HILFE IN KRISENSITUATIONEN

Wenn Sie von Suizidgedanken betroffen sind oder jemanden kennen, dem es schlecht geht, finden Sie hier vertrauliche und kostenlose Hilfe:

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