Lebende Legenden
Marianne Kohn - Franz, das Arschloch (4/4)
Episode Notes
In der vierten Folge von „Lebende Legenden“ spricht Marianne Kohn über das Überleben und die Gegenwart. Sie berichtet von einer lebensbedrohlichen Krebserkrankung, die sie „Franz, das Arschloch“ nennt, und schildert ihren heutigen Alltag zwischen einem Haus auf der Hohen Wand und der Wiener Kulturszene.
- Diagnose und Abgründe: Ärzt:innen stellten im Jahr 2010 Krebs fest. Nach neunstündigen Operationen und der Anlage eines künstlichen Darmausgangs erlitt Kohn eine Sepsis. Sie wollte damals sterben, lehnte Rehabilitationskliniken ab und erholte sich in der Gesellschaft ihrer Hunde.
- Tinte und Textilien: Ihr erstes Motiv ließ sie sich mit knapp fünfzig Jahren in New Orleans stechen. Heute trägt sie rund fünfzig Tätowierungen. Ihre Kleidersammlung füllt einen eigenen Raum in der Wohnung im 7. Wiener Gemeindebezirk, während sie in ihrem Haus in Niederösterreich tausende Gummi-Enten sammelt.
- Familie und Reisen: Mit ihrer Tochter versteht sie sich heute sehr gut. Die Fitnesstrainerin Nicole Pascher hat sogar eine eigene entwickelt: Kangatraining. Mutter und Tochter bereisen Europa heute gemeinsam in einem Wohnmobil.
- Bühnen und Bälle: Das Musiktheater bleibt ein Fixpunkt. Kohn pflegt eine enge Freundschaft zur Mezzosopranistin Patricia Nolz, besucht Vorstellungen im Burgtheater und bespielt im Jänner mit der Loos Bar den Ball der Wiener Philharmoniker im Musikverein.
Hinweis zu den Inhalten: Diese Folge thematisiert eine schwere Krebserkrankung, lebensbedrohliche operative Komplikationen und den Wunsch nach dem Tod. Bitte höre diese Folge nicht oder nur in Begleitung, wenn dich diese Themen belasten.
Information, Beratung und Begleitung rund um Krebs, für Erkrankte und Angehörige, kostenlos und auf Wunsch anonym: Österreichische Krebshilfe: www.krebshilfe.net – mit Beratungsstellen in allen Bundesländern.
Wenn es dir nicht gut geht oder du an Suizid denkst: TelefonSeelsorge: 142 – rund um die Uhr, kostenlos und anonym.
Bei akuter Gefahr rufe die Rettung unter der Telefonnummer: 144.