In der zweiten Folge blickt Friedl Koncilia auf seine Anfänge zurück. Die Erzählung spannt den Bogen von seiner Kindheit in der Klagenfurter Nachkriegszeit über seine Installateur-Lehre bis hin zu seinen ersten großen Erfolgen im österreichischen Profifußball.
Kindheit am Bahnhof: Seine ersten prägenden Erinnerungen führen zurück in die Besatzungszeit am Klagenfurter Bahnhof, wo sein Großvater arbeitete und britische Soldaten Schokolade an die Kinder verteilten.
Entdeckung und Lehre: Als Jugendlicher trainiert er zunächst beim KAC, bis er vom Kärntner Nachwuchstrainer Walter Rath für Austria Klagenfurt entdeckt. Parallel zum harten Training schließt er eine Lehre als Gas-Wasser-Heizungsinstallateur ab. Mit nur 17 Jahren feiert er sein Debüt in der Kampfmannschaft und gewinnt sogleich 2:0 gegen Wacker Innsbruck.
Der Weg nach Tirol: Um seiner jungen Familie finanzielle Sicherheit zu bieten, entscheidet er sich 1969 für einen Wechsel zum finanzstärkeren Verein Wattens. Nach der Fusion mit Wacker Innsbruck im Jahr 1971 erkämpft er sich dort nach anfänglichen Schwierigkeiten den Platz als Stammtorhüter. Er lehnt ein Angebot von Rapid Wien ab, bleibt in Tirol und feiert in den Folgejahren zahlreiche Meistertitel und Cupsiege.
Familiäre Schicksalsschläge: Neben den sportlichen Höhepunkten spricht Koncilia auch über die dunklen Kapitel seines Lebens. Er schildert den tragischen Unfalltod seines Neffen, der seinen Bruder Peter – ebenfalls ein erfolgreicher Profi – dazu veranlasste, sich für immer aus dem Nationalteam zurückzuziehen.